Grundlagen Praxis

Schule macht Theater

Hier finden Sie eine fein zusammengestellte Auswahl an theaterpädagogischen und in der Praxis erprobten Übungen. Die Einheiten eigenen sich in der Theaterarbeit mit Kindern und Jugendlichen, können aber auch Erwachsenen Freude bereiten. Einige der Übungen enthalten Variationen. Stets enthalten sind die Angaben zu Material und mögliche Zielstellungen. 

A

Alltagsbewegungen

Material:

  • kein Material erforderlich

Beschreibung:

Alle Teilnehmer überlegen sich eine Alltagsbewegung (zum Beispiel: Zähne putzen). Die Teilnehmer verteilen sich im Raum und spielen ihre Alltagsbewegung. Jeder für sich. Die Alltagsbewegung wird durch ein Geräusch und durch den Ausdruck eines Gefühls ergänzt (Bespiel: traurig die Zähne putzen und dabei leise wimmern). Im Anschluss bilden sich Paare. Ein Partner macht seine Alltagsbewegung vor und der andere reagiert darauf (mit Geräusch und Gefühl, aber ohne Sprache). Es wird gewechselt.  

 

Ziele: 

  • Ausdruck ohne Sprache 
  • Konzentration auf den eigenen Ausdruck
  • Selbst- und Fremdwahrnehmung 

Arbeit mit Gegenständen

Material:

  • verschiedene Alltagsgegenstände 

Beschreibung:

Im Raum sind verschiedene Alltagsgegenstände ausgelegt. Jeder Teilnehmer ordnet sich einem dieser Gegenstände zu. 

Der Spielleiter gibt folgenden Input: 

  1. Betrachte deinen Gegenstand genau. Wie sieht dein Gegenstand aus? Welche Farben hat er? Welche Form hat dein Gegenstand? Was könntest du damit machen? Wie heißt der Gegenstand? Wo kommt er her? 
  2. Fasse deinen Gegenstand nun an.
  3. Schließe deine Augen und fühle deinen Gegenstand. Wie fühlt sich dein Gegenstand an? Fühlt er sich warm oder kalt an? Ist dein Gegenstand leicht oder schwer? Passt dein Gegenstand in eine Hand?
  4. Nun rieche deinen Gegenstand. Hat er einen Geruch? Riecht er neu oder alt? Wonach riecht er?
  5. Nun probiere mit deinem Gegenstand Geräusche zu erzeugen. Welche Geräusche kannst du mit deinem Gegenstand machen?
  6. Öffne deine Augen. 

Alle Teilnehmer gehen nun mit ihrem Gegenstand durch den Raum. Dabei benutzen sie den Gegenstand so, wie er üblicherweise genutzt wird. Im Anschluss wird der Gegenstand verfremdet. Hierbei werden die Teilnehmer auf ihre Wahrnehmungen, die sie während der Übung mit ihrem Gegenstand gemacht haben, zurückgreifen. Hilfreiche Fragen: Was könnte dein Gegenstand noch sein? Was soll dein Gegenstand sein? Auch hilfreich: Verwandle deinen Gegenstand in etwas neues.   

Die Gegenstände werden abgelegt. Jeder Teilnehmer ordnet sich einem neuen Gegenstand zu. Die Übung wird wiederholt.

 

Nun werden Kleingruppen gebildet. Es werden kurze Szenen erarbeitet. Dabei benutzt jeder Teilnehmer seinen Gegenstand, den er zuletzt hatte. Der Gegenstand darf ordnungsgemäß benutzt oder verfremdet werden. Jeder Teilnehmer spricht während der Szene höchstens 3 Sätze. Der Teilnehmer bringt ein Gefühl zum Ausdruck und ergänzt ein Geräusch. Nach der Kleingruppenarbeit erfolgt eine Präsentation.

 

Ziele:

  • Erweiterung der Wahrnehmung 
  • Anregung der Phantasie
  • Anregung der Sinne   

Arbeit an Figuren

Material:

  • pro Teilnehmer ein Requisit und ein Kleidungsstück 

Beschreibung:

Pro Teilnehmer sind ein Requisit und ein Kleidungsstück im Raum ausgelegt. Die Requisiten und Kleidungsstücke sollten möglichst eindeutig sein (also wenig Interpretationsraum zulassen). Nun betrachten alle Teilnehmer die ausgelegten Requisiten und Kleidungsstücke. Anschließend sucht sich jeder Teilnehmer jeweils ein Requisit und ein Kleidungsstück aus. Jeder Teilnehmer schreibt einen Steckbrief (unter Berücksichtigung des ausgewählten Requisits und Kleidungsstücks). Wer einen Feuerwehrhelm als Kleidungsstück gewählt hat, wird wahrscheinlich den Steckbrief eines Feuerwehrmannes schreiben. 

Nach Fertigstellung der Steckbriefe gehen die Teilnehmer in ihrer Rolle durch den Raum. Zuvor haben sie ihr Kleidungsstück angezogen (sich verkleidet). Während die Teilnehmer durch den Raum gehen, nutzen sie ihr Requisit (Hinweis: die Übung Arbeit an Gegenständen kann dieser Übung vorangestellt werden). Der Spieleiter regt das Spiel an:

  • Wie würde die Figur reagieren, wenn sie in einen Kaugummi tritt?
  • ...wenn sie verliebt ist?
  • ...wenn sie zu spät zum Bus kommt?

usw. 

Im Anschluss treten die Figuren in Kontakt zueinander. 

 

Ziele:

  • Erarbeitung von Rollen/ Figuren
Download
Steckbrief
Die Vorlage für einen Steckbrief als pdf
Vorlage Steckbrief.pdf
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Alle in eine Reihe

Material: 

  • kein Material erforderlich 

Beschreibung:

Die gesamte Gruppe sortiert sich in eine Reihe nach einem vom Spielleiter genannten Kriterium. Beispiele: Anfangsbuchstabe des Vornamens, Alter, Körpergröße, Schuhgröße, usw. 

Variante: die Aufgabe wird ohne zu Sprechen gelöst. 

 

Ziele:

  • Erweiterung der Wahrnehmung 
  • Kennenlernen innerhalb der Gruppe

Atome und Moleküle

Material:

  • kein Material erforderlich 

Beschreibung:

Die Teilnehmer sind Atome, die sich in den gerufenen Graden entsprechend schnell bewegen und sich dann zu gerufenen Merkmalen zu Molekülen zusammenballen. Der Spielleiter ruft den Hitzegrad der Atome= Geschwindigkeit (0=Stillstand, 100=schnellstes Gehen). Ruft der Spielleiter Molekül 5, bilden die Teilnehmer 5er Moleküle (sie bilden 5er Gruppen und fassen sich an die Hände). Variation: die Moleküle können auch Merkmale sein, wie die Augenfarbe, Haarfarbe, Kleidung usw. 

 

Ziele: 

  • Raumorientierung fördern 
  • Wahrnehmung fördern 
  • Bewegung mit Wechsel von Geschwindigkeit 

B

Bär, Prinzessin und Jäger

Material:

  • kein Material erforderlich

Beschreibung:

Die Teilnehmer bilden zwei Gruppen. Die Gruppen stehen sich gegenüber. Das Spiel funktioniert nach dem Prinzip „Schere, Stein, Papier“. Der Spielleiter stellt die Figuren vor (am besten vorspielen):

  • Der Bär frisst die Prinzessin   
  • Die Prinzessin bezirzt den Jäger 
  • Der Jäger erschießt den Bär 

Beide Gruppen sprechen nun eine Figur möglichst flüsternd ab. Wichtig ist, dass sich alle Mitglieder einer Gruppe auf eine Figur einigen! Anschließend gehen die Gruppen 3 Schritte aufeinander zu. Nun findet das Stechen statt.

Die Gruppe, die das Stechen gewinnt, darf Teilnehmer der anderen Gruppe fangen. Wer gefangen wurde, wechselt das Team. Hinweis: Das Spiel kann auch ohne Fangen gespielt werden. Hierbei bekommt die Gruppe, die das Stechen gewinnt, einen Punkt. Am Ende gewinnt die Gruppe, mit den meisten Punkten. Wichtig: Wenn ein oder mehrere Mitglieder eine andere Figur zeigen als der Rest der Gruppe, entscheidet die andere Gruppe das Stechen für sich. Haben sich beide Gruppen nicht gut abgesprochen, wird das Stechen wiederholt.

 

Ziele:

  • Fördern der Kommunikation 
  • Fördern der Zusammenarbeit
  • spielerisch verpackte Darstellung von Figuren  

Ball nach Reihenfolge werfen

Material:

  • einen weichen Ball zum Werfen

Beschreibung:

Alle Teilnehmer bilden einen Kreis im Stehen. Der Spielleiter wirft den Ball einem der Teilnehmer zu. Nun entsteht eine beliebige Reihenfolge. Jeder bekommt den Ball einmal. Wer den Ball bereits hatte, verschränkt die Arme hinter dem Rücken. Es darf nicht zum direkten Nachbarn geworfen werden. Bevor ein Teilnehmer den Ball wirft, stellt er Augenkontakt her. Hatte jeder im Kreis einmal den Ball, wirft der verbleibende Teilnehmer den Ball zum Spielleiter zurück. Nun wird die eben geworfene Reihenfolge wiederholt. Hinweis: Wenn der Ball auf den Boden fällt, kann man das Spiel entweder fortsetzen (für jüngere Teilnehmer) oder von vorn beginnen (für ältere Teilnehmer). Zusätzlich kann die Konzentration durch ein Sprechverbot gesteigert werden. Dann kommt es besonders darauf an, die arme zu verschränken (als Zeichen, dass der Teilnehmer den Ball bereits hatte) und vor dem Werfen Augenkontakt herzustellen (damit der andere den Ball auch fangen kann). Des Weiteren kann das Tempo in weiteren Durchgängen erhöht werden, um einen höheren Schwierigkeitsgrad zu erzeugen.   

 

Ziele:

  • Fördern der Motorik 
  • Förderung von Aufmerksamkeit und Konzentration 
  • Nonverbale Kommunikation 

Bälle werfen mit Tempo

Material:

  • 3 weiche Bälle zum Werfen 

Beschreibung:

Alle Teilnehmer bilden einen Kreis im Stehen. Der Spielleiter wirft einen Ball zu einem der Teilnehmer. Der Ball wird in beliebiger Reihenfolge durch den Kreis geworfen. Jeder Teilnehmer sollte den Ball mal bekommen. Mit etwas Abstand folgen zwei weitere Bälle. Es darf nicht zum Nachbarn geworfen werden. Auf ein zügiges Spieltempo muss Wert gelegt werden. Vor dem Werfen unbedingt Augenkontakt herstellen! Das Ziel besteht darin, die 3 Bälle mit möglichst hohem Tempo in Bewegung zu halten, ohne das diese auf den Boden fallen. (Geeignet für ältere Kinder). Das Spiel kann für jüngere Kinder angepasst werden. 

 

Ziele:

  • Aufmerksamkeit und Konzentration bei hohem Spieltempo 
  • Fördern der Motorik 

Bußball

Material:

  • ein weicher Ball 

Beschreibung:

Alle Mitspieler stehen im Kreis und werfen sich in Reihenfolge oder durcheinander (dies wird zuvor abgemacht) den Ball zu. Wer nicht fängt, muss auf den Knien weiterspielen. Fängt derjenige nochmal nicht, spielt er auf dem Bauch liegend weiter. Sobald er den Ball wieder fängt, darf er wieder auf den Knien weiterspielen. Fängt er den Ball erneut, darf er wieder stehen. 

 

Ziele:

  • Konzentration 
  • Training der Motorik (Fangen und Werfen) 

Berühmte Leute

Material:

  • klebende Zettel 
  • Stift 

Beschreibung:

Der Spielleiter hat Zettel vorbereitet, auf denen berühmte Leute stehen. Auf den Rücken eines jeden Teilnehmers wird ein Zettel geheftet. Jedes Gruppenmitglied geht nun im Raum umher und versucht, mithilfe von Ja- und Nein-Antworten herauszufinden, wer er ist. 

 

Ziele:

  • Förderung der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit 

Bewegung zu einem Text

Material:

  • einen kurzen Text der inspirierend wirken kann   

Beschreibung:

Ein Text wird vom Spielleiter gesprochen. Die Teilnehmer bewegen sich durch den Raum. Jeder geht für sich allein und in dem Tempo, dass für ihn angenehm und nicht anstrengend ist. Aber keinesfalls zu schnell!   

Die Teilnehmer lassen sich durch das Wort des Spielleiters inspirieren und führen entsprechende Bewegungen durch. Wichtig: Die Übung lebt von einer ruhigen und konzentrierten Atmosphäre. Jeder Teilnehmer führt die Bewegungen für sich durch. Alles, was andere nicht stört, ist erlaubt. Während der Übung sollten die Teilnehmer nicht sprechen. Hinweis: Es kann hilfreich sein, die Regeln für diese Übung vorher klar zu machen. Eine vorangegangene Konzentrationsübung kann unterstützend wirken.   

 

Ziele:

  • Annahme von Inspiration/ Input (auch die Fähigkeit, des sich drauf Einlassens
  • Konzentration 
  • Selbstwahrnehmung 
  • Sich selbst ausdrücken; einen eigenen und persönlichen Zugang zum Text zulassen 
Download
Beispieltext
Vom Rand - von Eugen Gomringer
Text_vom Rand.pdf
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D

David sagt...

Material:

  • kein Material erforderlich

Beschreibung:

Die Teilnehmer bewegen sich im Raum. Der Spielleiter gibt Anweisungen, denen aber nur dann Folge geleistet wird, wenn der Spielleiter dazu sagt: „David sagt…“ Spricht der Spielleiter eine Anweisung ohne „David sagt…“, dürfen die Teilnehmer der Anweisung nicht Folge leisten. Beispiel: Der Spielleiter gibt die Anweisung: Stopp! Die Teilnehmer, die sich nicht in die Irre führen lassen, gehen weiter. Der Spielleiter gibt die Anweisung: David sagt: Stopp! Nun sollen alle Teilnehmer stehen bleiben. Das Spiel kann mit oder ohne Ausscheiden gespielt werden. 

 

Ziele:

  • Reaktionsschnelles Handeln
  • Fördern der Aufmerksamkeit
  • Bewegung in Verbindung mit Konzentration  

Das Duell

Material:

  • kein Material erforderlich

Beschreibung: 

Zwei Kinder, die wütend aufeinander sind, stellen sich gegenüber und duellieren sich. Dabei dürfen sich beide anschreien, ohne jedoch einen hörbaren Ton von sich zu geben! Sie dürfen sich auch treten und boxen, ohne sich jedoch zu berühren! Beide können sich so abreagieren, ohne den anderen wirklich zu beleidigen oder zu verletzen. Manchmal kann das auch sehr komisch aussehen und die Kinder beginnen zu lachen, schon ist der Streit vergessen. Hinweise: Mitunter kann es hilfreich sein, den Abstand zwischen den beiden Streitenden genau festzulegen. Mit Krepp-Klebeband kann eine Linie gezogen werden, die nicht überschritten werden darf. Die Regeln sollten vorher absolut klar und deutlich vermittelt werden und müssen unbedingt eingehalten werden! Bei Regelverstoß abbrechen und eine andere Lösung anbieten. Nicht in jeder Situation und für jede Zielgruppe geeignet.  

 

Ziele:

  • Aggressionsabbau 

E

Einzelvorstellung (Übung)

Material:

  • kein Material erforderlich 

Beschreibung:

Die Darsteller gehen in ihrer (durch vorhergegangene Spiele und Übungen entstandenen) Figur und den dazugehörigen Gängen auf die Bühne, stellen sich mit Namen und Begrüßungsgeste vor und gehen ab. In einer zweiten Runde kommt ein Satz hinzu. Den einzelnen Darstellern wird applaudiert. 

 

Ziele:

  • Ausdrucksförderung im Bereich Gestik/ Mimik, Körperhaltung, Stimme, Sprachgestaltung 
  • Entwicklung von Spontaneität 
  • Texterarbeitung 
  • Figurenfindung

F

Fähre

Material:

  • zwei alte Mäntel oder Decken 

Beschreibung:

Die Spieler werden in zwei Gruppen geteilt. Es werden jeweils ein Start- und ein Zielpunkt festgelegt. Als Fähre dienen zwei alte Mäntel oder Decken, die auf den Boden gelegt werden. Ein Spieler stellt sich breitbeinig auf den Mantel oder die Decke und wird vom Start zum Ziel geschoben. Es gilt, dass Gleichgewicht zu halten. 

 

Ziele: 

  • Förderung der eigenen Körperwahrnehmung 
  • Förderung des Gruppengefühls

Festgeklebt

Material:

  • kein Material erforderlich

Beschreibung:

Die Teilnehmer bewegen sich paarweise durch den Raum. Ein Körperteil wird zusammengeklebt. Zwischendurch bleibt das Paar stehen und löst die Verbindung, um eine neue herzustellen. Beispiele für Verbindungen: Hände, Knie, Schultern, Rücken, Bauch, Fußspitze, Stirn, Nasen. Es kann hilfreich sein, vor Beginn der Übung mit den Kindern Ideen zu sammeln, welche Körperteile verbunden werden können. Wichtig ist, dass sich die Paare nur dann bewegen, wenn sie miteinander verbunden sind. Wird die Verbindung gelöst, bleibt das Paar stehen. Das Zusammenkleben der Körperteile kann auch gespielt werden, indem ein imaginärer Kleber zum Einsatz kommt. 

 

Ziele:

  • Einfallsreichtum 
  • Körperlichkeit 
  • bewusste Bewegung

Freund und Feind

Material:

  • kein Material erforderlich 

Beschreibung:

Die Teilnehmer gehen durch den Raum. Der Spielleiter gibt die Anweisung, jeder Teilnehmer solle sich einen Freund suchen. Wen sich die Teilnehmer als Freund aussuchen, behalten sie für sich. Die Aufgabe für jeden Teilnehmer besteht nun darin, sich möglichst nahe am Freund zu bewegen, ohne diesen jedoch zu berühren. Hilfreich kann diese Anweisung sein: Wenn du dir einen Freund gesucht hast, bleibe stets bei ihm. Sei ihm so nahe wie möglich, ohne ihn zu berühren. Achte darauf, dich unauffällig zu bewegen und nicht zu verraten! Als nächstes sucht sich jeder Teilnehmer einen Feind. Die Aufgabe für jeden Teilnehmer besteht nun darin, den größtmöglichen Abstand zum Feind herzustellen und diesen dennoch immer mit den Augen zu verfolgen. Der Spielleiter hat nun die Möglichkeit Stopp! zu rufen und die Teilnehmer aufzufordern, ihre Augen fest zu schließen. Mit geschlossenen Augen zeigen sie nun auf ihren Feind. Dieser Vorgang kann wiederholt werden. Für Fortgeschrittene: Jeder Teilnehmer sucht sich einen Freund, dem er möglichst nahe ist und zusätzlich einen Feind, zu dem er möglichst weit Abstand hält. Freund und Feind hat jeder Teilnehmer stets im Auge.   

 

Ziele:

  • Förderung der Konzentration und der Aufmerksamkeit 
  • Selbst- und Fremdwahrnehmung 
  • Orientierung 
  • Durchhaltevermögen

G

Gesichter ertasten

Material:

  • evtl. ein Tuch zum Verbinden der Augen

Beschreibung:

Einem der Teilnehmer werden die Augen verbunden. Nun wird dem Blinden ein anderer Teilnehmer gegenüber gestellt. Durch Abtasten des Gesichtes versucht der Blinde nun herauszufinden, wer ihm gegenübersteht.  

 

Ziele:

  • Tastsinn 
  • Vertrauen bilden 

Giftflasche

Material:

  • kein Material erforderlich

Beschreibung:

Die Teilnehmer bilden einen Kreis und halten sich an den Händen. Ein Gruppenmitglied erzählt eine Geschichte, in der er irgendwann das Wort Giftflasche nennt. Der Erzähler wird zum Fänger und alle anderen rennen weg. Der Gefangene wird zum nächsten Erzähler. Variation: Die Geschichten können auch ein bestimmtes Thema haben. Das Wort Giftflasche kann durch ein anderes Schlüsselwort ersetzt werden. 

 

Ziele:

  • Bewegung und Spaß
  • Sprechen und Zuhören 

H

Hans piep einmal!

Material:

  • evtl. ein Tuch zum Verbinden der Augen

Beschreibung:

Alle Teilnehmer sitzen im Stuhlkreis. Einem der Teilnehmer werden die Augen verbunden. Ein anderer Teilnehmer wird festgelegt und setzt sich auf den Schoß des Blinden. Der Blinde sagt nun: Hans piep einmal! Der Teilnehmer, der auf dem Schoß sitzt, gibt nun ein Piep-Geräusch von sich. Derjenige, welchem die Augen verbunden sind, versucht nun den Mitspieler anhand der Stimme zu erkennen. 

 

Ziele:

  • Hörsinn
  • Vertrauen bilden

I

Isolation

Material:

  • kein Material erforderlich

Beschreibung:

Alle Teilnehmer stellen sich zu einem Kreis auf. Der Spielleiter macht die folgenden Bewegungen vor und lädt die Teilnehmer zum Mitmachen ein: 

Fuß kreisen, größer werden, Bein kreisen (Wechsel). Hand kreisen, größer werden, Arm schwingen (Wechsel). Beide Arme schwingen gleichzeitig (nach vorn, nach hinten). Schultern hochziehen (einatmen), fallen lassen (ausatmen). Becken vor, zurück. Nach links, nach rechts. Becken kreisen (Richtungswechsel). Oberkörper nach rechts, nach links. Vor und zurück. Kreisen (Richtungswechsel). Kopf nach links, nach rechts drehen. Vor und zurück. Augen nach links, nach rechts. Wichtig: Die Bewegungen sollten langsam und präzise ausgeführt werden. Auf eine gleichmäßige Atmung achten! Zeit einplanen! 

 

Ziele:

  • Körperbewusstsein 
  • Körperlichkeit 
  • Wechsel von Spannung - Entspannung 

K

Katz und Maus

Material:

  • kein Material erforderlich

Beschreibung:

Ein Spieler ist die Katze, alle anderen sind Mäuse. Katze und Mäuse stehen sich gegenüber. Die Mäuse suchen untereinander eine Maus aus, die auf gar keinen Fall gefangen werden soll. Anschließend wollen die Mäuse auf die andere Seite des Spielfeldes, ohne gefangen zu werden. Wurde die ausgesuchte Maus gefangen, gewinnt die Katze. Konnte die ausgesuchte Maus beschützt werden, gewinnen die Mäuse. Hier ist Taktik und Teamarbeit gefragt. 

 

Ziele:

  • Bewegung, Koordination und Schnelligkeit 
  • Teamarbeit und Taktik

Kennenlernen mit Bewegung

Material:

  • kein Material erforderlich

Beschreibung:

Alle Teilnehmer bilden einen Kreis. Der Spielleiter kann beginnen. Er sagt seinen Namen und macht dabei zu jeder Silbe (seines Namens) eine Bewegung. Anschließend wiederholen alle Teilnehmer den Namen und die Bewegungen. Es geht reihum. 

 

Ziele:

  • Kennenlernen der Namen aller Teilnehmer

Kontakt-Improvisation 1

Material:

  • Musik (am besten verschiedene Stilrichtungen)

Beschreibung:

Alle Teilnehmer verteilen sich im Raum. Jeder Teilnehmer befindet sich nun in einer imaginären Luftblase. Dazu wird Musik abgespielt. Alle Teilnehmer bewegen sich zur Musik, je nach Wohlbefinden, in ihrer Luftblase. Schließlich befreien sich die Teilnehmer aus der Luftblase, die Musik wechselt. Nun können sich alle völlig frei im Raum bewegen. Dabei sind sie rücksichtsvoll auf die anderen. Im nächsten Schritt begegnen sich die Teilnehmer und beobachten den jeweils anderen. Anschließend dürfen die Teilnehmer zu zweit zusammenkommen und bewegen sich gemeinsam durch den Raum. Die Verbindung wird gelöst und eine neue Verbindung mit einem anderen Teilnehmer hergestellt. Der Spielleiter kann den Ablauf der Übung durch das Einspielen und Pausieren der Musik dirigieren: Pausiert der Spielleiter die Musik, lösen die Teilnehmer ihre Verbindung und suchen sich einen neuen Partner. Haben alle Teilnehmer einen neuen Partner gefunden, läuft die Musik weiter. Der Spielleiter kann verschiedenartige Musik einspielen, um die Improvisationsfähigkeit der Teilnehmer herauszufordern. 

 

Ziele:

  • Fördern der Improvisationsfähigkeit
  • Bewegung zur Musik bzw. die Musik als Inspiration für die eigene Bewegung zulassen 

Kontakt-Improvisation 2

Material:

  • eine kurze Geschichte

Beschreibung:

Alle Teilnehmer verteilen sich im Raum. Die Übung beinhaltet die folgenden Teilschritte: 

  1. Welche Körperteile können sich berühren? (Jeder Teilnehmer probiert nun für sich alle möglichen Verbindungen seiner Körperteile aus).
  2. Alle Teilnehmer bewegen sich im Raum. Der Spielleiter nennt nun zwei Körperteile, die zusammenkommen sollen. Beispiel: Hand und Schulter. Das bedeutet, ein Teilnehmer sucht sich einen anderen Teilnehmer und legt diesem seine Hand auf die Schulter. In dieser Berührung kurz inne halten. Anschließend wird die Verbindung gelöst und weitere Verbindungen werden hergestellt.
  3. Die Teilnehmer bilden in etwa gleich große Paare. Die Paare stellen sich Rücken an Rücken. In dieser Verbindung versuchen die Paare nun nach unten in die Hocke zu gehen und anschließend sich wieder aufzurichten. 
  4. Die hergestellten Paare bleiben beisammen. Die Verbindung der Rücken bleibt bestehen und die Paare gehen nun Rücken an Rücken durch den Raum. Im Anschluss wird die Verbindung gelöst und weitere Verbindungen werden hergestellt. 
  5. Zwei Paare kommen zusammen, sodass nun jeweils 4 Teilnehmer zusammenarbeiten. Die 4-er Gruppen stellen nun Verbindungen untereinander her und gehen damit durch den Raum. 
  6. Die Gruppen lösen sich auf. Jeder Teilnehmer sucht sich einen Platz im Raum und legt sich auf den Rücken. Der Spielleiter liest eine kurze Geschichte vor. Die Teilnehmer folgen den Impulsen der Geschichte, indem sie sich durch den Raum bewegen und mittels Mimik und Gestik das Gehörte ausdrücken (keine Sprache, keine Geräusche).

Ziele:

  • Fördern der Improvisationsfähigkeit

König und Diener

Material:

  • Stühle

Beschreibung:

Es werden Paare gebildet. Jedes Paar erhält einen Stuhl. Der Stuhl wird auf einen Platz irgendwo im Raum gestellt. Der Stuhl ist der Thron des Königs. Nun bekommt jeder eine Rolle zugewiesen. Ein Teilnehmer ist der König, der andere ist der Diener. Der König geht königlich durch den Raum. Er hat abwechselnd folgende Wünsche:

  • Sitzen (er deutet an, dass er sich setzen will). Nun muss der Diener schnell den Thron (Stuhl) holen. Steht der König auf, muss der Diener den Thron schnell auf die Ausgangsposition zurückbringen.
  • Hitze (der König deutet an, dass ihm heiß ist). Nun muss der Diener dem König Luft zu fächern.
  • Schulterschmerzen (der König fasst sich schmerzvoll an die Schultern). Nun muss der Diener dem König die Schultern massieren.
  • Ausruhen (der König deutet an, dass er sich anlehnen möchte). Nun muss der Diener den König eine Lehne sein.

Nach einer gewissen Zeit ist Rollentausch. 

 

Ziele:

  • Aktion - Reaktion 
  • auf Spielangebote des anderen eingehen (eine Voraussetzung für Improvisationen)

L

Lärmmauer

Material:

  • kein Material erforderlich 

Beschreibung:

Es werden zwei Gruppen gebildet (A und B). Die Gruppen stehen sich gegenüber, ein Kind der Gruppe A stellt sich hinter Gruppe B. Gruppe A bekommt einen Begriff zugeflüstert, diesen müssen sie - so laut sie können - zu ihrem Mitspieler hinter der Mauer von Gruppe B rufen. Gruppe B versucht dies zu verhindern, indem sie so laut schreien, wie es möglich ist. Sobald der Mitspieler hinter der Mauer den Begriff verstanden hat, hebt er als Zeichen die Hände. Der Spielleiter gibt ein vereinbartes Zeichen (vorher absprechen) und alle sind still. Der Mitspieler hinter der Mauer nennt den verstandenen Begriff. Ob er richtig liegt? 

 

Ziele:

  • Gruppengefühl entwickeln 
  • Spannungsabbau durch Schreien 
  • Stimmvolumen spüren 
  • Wahrnehmungsschulung 
  • Konzentrationsförderung

Lügenportrait

Material:

  • Zettel und Stifte 

Beschreibung: 

Paare interviewen sich gegenseitig über Hobbys, Namen, Alter, Wohnort, Haustiere usw. (kann auch vorher festgelegt werden). Anschließend stellt einer den anderen der Gruppe vor, indem er eine vereinbarte Anzahl an Einzelheiten über die Person berichtet. Eine Einzelheit sollte dabei erlogen sein. Die Gruppe soll erraten, welche Information ausgedacht war. 

 

Ziele:

  • Phantasie entwickeln 
  • Kennenlernen 

Luftballontanz zum Kennenlernen

Material:

  • Luftballons 
  • Stifte (Marker) 
  • Musik

Beschreibung:

Pro Teilnehmer gibt es einen Luftballon. Die Teilnehmer schreiben ihren Namen auf einen Luftballon und stellen sich zu einen Kreis zusammen. Ein Teilnehmer beginnt, indem er seinen Namen nennt und mit dem Luftballon eine Bewegung ausführt. Die Gruppenmitglieder wiederholen den Namen und die Bewegung. War jeder einmal dran, folgt ein Stopptanzspiel. Alle Teilnehmer wirbeln die Luftballons wild durcheinander, während sie tanzen. Sobald die Musik stoppt, sucht sich jedes Kind schnell irgendeinen Luftballon und bringt ihn dem jeweiligen Besitzer. 

 

Ziele:

  • Namen lernen 

M

Maschine bauen

Material:

  • kein Material erforderlich 

Beschreibung:

Eine Person beginnt mit einer Kombination aus Stimme und Bewegung und wiederholt diese, sodass ein Rhythmus entsteht. Die nächste Person gliedert sich mit eigenem Ton und eigener Bewegung ein. Als sinnvoll gelten 3-5 Glieder. Ein Zuschauer beschreibt die von ihm beobachtete Maschine, dabei kann er einzelne Module ein- und ausschalten. 

 

Ziele:

  • Ausdrucksförderung 
  • Rhytmustraining 
  • Imaginationsfähigkeit 

Museum der Typen

Material:

  • kein Material erforderlich

Beschreibung:

Es werden zwei Gruppen gebildet. Gruppe A bleibt im Raum, Gruppe B verlässt den Raum. Jeder Teilnehmer aus Gruppe A stellt seine Figur (Rolle) als Statue dar. Haben alle Teilnehmer der Gruppe A einen Platz im Raum gefunden und sind in ihrer Haltung eingefroren, darf Gruppe B den Raum betreten. Die Teilnehmer der Gruppe B sind die Besucher des Museums. Die Besucher gehen nun durch das Museum und tippen die Statuen an, die sie interessant finden. Statuen die angetippt wurden, erwecken kurzzeitig zum Leben (Der angetippte Teilnehmer aus Gruppe A stellt nun seine Figur mit einer Bewegung und einem Satz dar). Anschließend wird gewechselt. Hinweis: Diese Übung eignet sich, nachdem Figuren erarbeitet wurden. 

 

Ziele:

  • Präsentation von Figuren

Maulwurf

Material:

  • Vorhang, Bettlaken, großes Tuch oder etwas ähnliches

Beschreibung:

Es werden zwei Gruppen gebildet, die sich gegenüber sitzen. Zwischen den Gruppen wird der Vorhang gezogen (oder das Tuch gespannt), sodass sie sich nicht mehr sehen können. Jede Gruppe bestimmt nun möglichst wortlos einen Maulwurf. Der Maulwurf setzt sich mit dem Rücken zum Vorhang. Nun wird der Vorhang zurückgezogen. Möglichst schnell beschreibt jede Gruppe ihrem Maulwurf, wer hinter ihm sitzt, ohne jedoch den Namen zu nennen. Tipp: Es kann hilfreich sein, dem Maulwurf die Augen zu verbinden. Die Gruppe, die schneller ist, bekommt den Maulwurf der gegnerischen Gruppe. 

 

Ziele: 

  • Kennenlernen (für Gruppen, die sich bereits etwas kennen) 

P

Profil malen

Material:

  • weiße DIN A4 -Blätter 
  • Bleistifte 
  • Buntstifte in den Ampel-Farben: rot, gelb und grün

Beschreibung:

Jeder Teilnehmer zeichnet den Umriss eines Körpers. Sowohl in der Vorderansicht als auch in der Hinteransicht (Blatt umdrehen). Der Name wird über oder unter dem Körperumriss geschrieben. Nun malt jeder Teilnehmer die Bereiche des Körpers mit den Ampel-Farben aus:

Rot: Berührung nicht erlaubt 

Gelb: Berührung durch Freunde erlaubt 

Grün: Berührung erlaubt 

Anschließend stellt jeder Teilnehmer sein Ergebnis vor. 

 

Ziele:

  • Kennenlernen 
  • Wahrnehmen von körperlichen Grenzen

S

Stühle-Improvisation

Material:

  • Stühle

Beschreibung:

Je nach Gruppengröße und Alter der Teilnehmer, werden eine bestimmte Anzahl an Stühlen aufgestellt. Ein Beispiel mit 7 Stühlen: 3 Stühle stehen links und 3 Stühle rechts im Raum. (Sodass sich die Stühle jeweils gegenüber stehen.) 1 Stuhl steht am Kopfende. Die Teilnehmer bewegen sich innerhalb der aufgestellten Stühle. (Das heißt, die Stühle begrenzen das Spielfeld.) Der Spielleiter ruft Eins. Jeder Teilnehmer setzt sich auf einen der Stühle. Kein Stuhl bleibt frei. Jeder Teilnehmer merkt sich, auf welchen der Stühle er sitzt.(Also welcher Stuhl seine Eins ist.) Der Spielleiter ruft weiterhin die Zahlen 2-7. Jeder der Teilnehmer sollte sich nun gemerkt haben, welche Zahl er welchem Stuhl zugeordnet hat. Anschließend ruft der Spielleiter die Zahlen 1-7 durcheinander. Die Teilnehmer erinnern sich und setzen sich entsprechend auf einen der Stühle. Falls sich jemand mal nicht erinnert, welchen Stuhl er nun besetzen muss, beobachtet er einfach, welcher Stuhl frei bleibt. Nach ein paar Durchgängen werden die Teilnehmer zunehmend sicherer und das Tempo kann gesteigert werden.   

 

Ziele:

  • Wahrnehmung 
  • Gedächtnistraining
  • Konzentration 

Skulpturenbau

Material:

  • kein Material erforderlich 

Beschreibung:

Es werden Paare gebildet. Jeweils einer ist der Künstler, der andere das Material. Der Künstler formt eine Skulptur, indem er mit seinen Händen den Partner in die richtige Position bringt (Bewegungsimpulse). Währenddessen wird nicht gesprochen. Sind die Skulpturen fertig, bleiben diese stehen und werden von den Künstlern begutachtet. Partnerwechsel. 

 

Ziele:

  • Ausdrucksförderung 
  • Figurenfindung

Suzuki 1

Material:

  • kein Material erforderlich

Beschreibung:

Die Teilnehmer gehen durch den Raum. Dabei ist der Körper auf Spannung. Der Oberkörper ist gerade zuhalten. Die Hände werden zu Fäusten geballt und in die Hüften gestemmt. Nun werden nach Anweisungen des Spielleiters die folgenden Bewegungsabläufe durchgeführt:

  1. Die Füße werden fest auf dem Boden aufgesetzt. Nun schleifen die Teilnehmer ihre Füße mit durchgestreckten Beinen vorwärts, ohne einzuknicken und ohne die Füße anzuheben. (Als würden die Füße vom Boden magnetisch angezogen werden und als würden die Beine aus Holz bestehen.)  
  2. Die Füße werden nun halbkreisförmig vorwärts bewegt. Dabei bleiben die Fußsohlen stets fest auf dem Boden und die Beine sind weiterhin durchgestreckt. 
  3. Alle Teilnehmer gehen nun auf den Außenkanten ihrer Füße. 
  4. Die Teilnehmer stampfen möglichst kräftig auf dem Boden auf.
  5. Am Ende: Ausschütteln und Lockern.

Ziele:

  • Körperspannung 
  • Körperhaltung

Suzuki 2

Material:

  • kein Material erforderlich

Beschreibung:

Die Teilnehmer gehen durch den Raum. Klatscht der Spielleiter in die Hände, stellen sich die Teilnehmer auf Zehenspitzen und frieren kurzzeitig in einer beliebigen Haltung ein. (Dies können auch bereits erarbeitete Figuren sein.) In dieser Haltung kann zusätzlich ein Text gesprochen werden (chorisch): „Auf der Mauer, auf der Lauer, sitzt eine kleine Wanze. Auf der Mauer, auf der Lauer, sitzt eine kleine Wanze.“ Nach jedem Klatschen des Spielleiters, wird dies wiederholt. Bei der Variante mit Text, wird bei jedem neuen Klatschen ein Buchstabe des Wortes Wanze weggelassen. Natürlich können auch andere Texte hierfür verwendet werden. 

 

Ziele:

  • Körperhaltung 
  • Körperbeherrschung in Verbindung mit Sprache

Suzuki 3

Material:

  • kein Material erforderlich

Beschreibung:

Alle Teilnehmer sitzen im Kreis auf dem Boden. Die Teilnehmer haben die Beine angewinkelt, leicht auseinander gespreizt und stützen sich mit den Händen nach hinten ab. (Dies ist die Ausgangsposition.) Bei den folgenden Kommandos werden diese Bewegungsabläufe durchgeführt: 

1-mal Klatschen: Beine ganz anwinkeln         

2-mal Klatschen: Beine ganz ausstrecken

3-mal Klatschen: Beine gespreizt ausstrecken

4-mal Klatschen: Ausgangsposition 

 

Ziele:

  • Reaktionsschnelles Handeln 
  • Bewegung der Beine 

SMS verschicken

Material: 

  • eventuell Stühle 

Beschreibung: 

Die Gruppe bildet einen Kreis (am besten einen Sitzkreis). Ein Spieler verlässt den Raum. Der Spielleiter wählt einen Teilnehmer, der eine SMS verschicken darf. Der Teilnehmer, der draußen gewartet hat, wird herein gerufen und stellt sich in die Kreismitte. Die Teilnehmer im Sitzkreis halten sich an den Händen. Die Hände müssen sichtbar sein. Der SMS-Sender beginnt, indem er sagt: Ich verschicke eine SMS an...(Namen eines Teilnehmers). Daraufhin schickt er zu einem von ihm gewählten Zeitpunkt die SMS los, was er verkündet: Abgeschickt! Durch sanften Händedruck wird die SMS im Kreis weitergeschickt. Ist die Nachricht beim Empfänger angekommen, sagt dieser: Angekommen! Derjenige, welcher in der Mitte des Kreises steht, versucht die SMS abzufangen, indem er den Händedruck erkennt. Der Ertappte muss als nächstes in die Mitte.

 

Ziele:

  • Zulassen von Nähe und Körperkontakt 
  • Steigerung der Konzentrationsfähigkeit 
  • Erweiterung der Wahrnehmung nach außen 

Spiegeln

Material:

  • kein Material erforderlich 

Beschreibung: 

Paare bilden. Partner A und B festlegen. A beginnt und gibt langsame und leichte Bewegungsimpulse vor. B spiegelt diese möglichst genau. Ziel ist es, eine Synchronität der Bewegungen zu erreichen. Wechsel. 

 

Ziele:

  • Ausdrucksförderung im Bereich Körperhaltung 
  • Erweiterung der Wahrnehmung nach außen 
  • Erweiterung des Bewegungsrepertoires

Spots in Movement

Material: 

  • Musik 

Beschreibung:

Alle bewegen sich nach Musik im Raum. Sobald die Musik stoppt, nennt der Spielleiter eine schnell zu erfüllende Aufgabe. Zum Beispiel, jedem einmal die Hände reichen, jeden begrüßen, alle Ecken des Raumes anschlagen, einen Gegenstand beschaffen usw. 

 

Ziele:

  • Körperkontakt zulassen 
  • Erweitern der Wahrnehmung

T

Telefonpaare

Material:

  • kein Material erforderlich 

Beschreibung:

Paare bilden. Die einzelnen Paare werden durchnummeriert (A1/A2), usw. und nehmen Rücken an Rücken Platz. Die Teilnehmer denken sich Rollen aus und tun so, als würden sie mit ihrem Partner telefonieren. Dabei sprechen sie hörbar miteinander. Ruft der Spielleiter eine Paarnummer auf, verstummen alle nicht genannten. Beispiel: Der Spielleiter ruft die Paarnummer C1/C2 auf, nun dürfen nur diese Teilnehmer weitersprechen, während alle anderen still sind. Auf ein Zeichen hin, dürfen alle weitersprechen. Variante: Der Spielleiter kann im weiteren Spielverlauf auch Fehlverbindungen herstellen, zum Beispiel, C1/A2. 

 

Ziele:

  • Entwicklung von Phantasie 
  • Entwicklung von Spontaneität

U

Umlaut-Leiter

Material:

  • kein Material erforderlich

Beschreibung:

Die Gruppe stellt sich in den Kreis, der Spielleiter gibt verschiedene Töne mit begleitenden Gesten vor, die die Gruppe anschließend mit ihm wiederholt. 

  • U Hand wird unter den Bauchnabel gelegt 
  • O Hand wird über den Bauchnabel gelegt 
  • A Hand wird auf das Brustbein gelegt 
  • E Hand wird auf den Hals/ um den Kehlkopf gelegt 
  • I Hand wird auf die Schädeldecke gelegt 

Zunächst werden die Buchstaben einzeln gesungen, anschließend unten (mit dem U) beginnend werden alle Buchstaben hintereinander gesungen, mal vorwärts, mal rückwärts. 

Hinweis: Um die Energie als aufsteigenden Energiewirbel im Körper zu erleben, ist es besser von unten zu beginnen. 

 

Ziele:

  • gutes Körpergefühl vermitteln 
  • Energiehaushalt harmonisieren 
  • Stimmtraining

W

Warm up

Material:

  • kein Material erforderlich 

Beschreibung:

Alle Teilnehmer gehen im mittleren Tempo durch den Raum. Ruft der Spielleiter Freeze, frieren die Teilnehmer in ihrer Haltung ein. Beim nächsten Freeze gehen die Teilnehmer an die Stelle im Raum zurück und frieren dort erneut ein. (Der Spielleiter kann zuvor den Hinweis geben, dass sich die Spieler die Position, an der sie einfrieren, merken sollen. Allerdings ist es auch interessant zu beobachten, welcher der Teilnehmer sich die Stelle im Raum merkt, ohne dazu aufgefordert zu werden.) Nach jedem Freeze wird der Raum etwas kleiner. 

 

Ziele:

  • Raumwahrnehmung 
  • warm werden
  • Aufmerksamkeit herstellen

Wespe

Material:

  • kein Material erforderlich 

Beschreibung: Eine Improvisation 

Alle Teilnehmer verteilen sich gleichmäßig im Raum. In den Händen haben die Teilnehmer eine imaginäre Wespe. Mit der Wespe in den Händen, gehen die Spieler durch den Raum. Die Wespe wird freigelassen, indem die Hände langsam geöffnet werden. Die imaginäre Wespe kommt wieder zurück und die Hände werden wieder verschlossen. Das Fliegen seiner imaginären Wespe begleitet jeder der Spieler mit den passenden Geräuschen. Dieser Vorgang wird durch die Teilnehmer selbstständig mehrfach wiederholt. Dabei sollte jeder der Spieler mit seiner Aufmerksamkeit bei sich bleiben und die Handlungen möglichst präzise und überzeugend ausführen. 

Im zweiten Teil verwandeln dich die Spieler selbst zu einer Wespe und bewegen sich entsprechend durch den Raum. Auch hierbei werden Geräusche erzeugt. Der abschließende Teil besteht aus einer Kleingruppenarbeit. Die Gruppen entwickeln Alltagssituationen im Körper einer Wespe und präsentieren diese.  

 

Ziele:

  • Improvisationsfähigkeit
  • Fantasie und Vorstellungsvermögen
  • Erweiterung des Ausdrucksrepertoire    

Wollt ihr mal so gehen wie...?

Material:

  • kein Material erforderlich

Beschreibung:

Alle Teilnehmer gehen im mittleren Tempo durch den Raum. Nach eigenem Ermessen ruft einer der Teilnehmer: Wollt ihr mal so gehen wie...? (Beispiel: ...wie ein Bär?) Die anderen Teilnehmer reagieren mit ihrem Text und steigen in die Bewegung ein. Dieser Vorgang wird mehrfach wiederholt. Der Text: Teilnehmer XY ruft: Hallo?! Alle anderen: Ja, was? Teilnehmer XY: Wollt ihr mal so gehen wie...? Alle anderen: Oh ja! 

 

Ziele:

  • Improvisationsfähigkeit 
  • Teamfähigkeit 
  • Einfallsreichtum 
  • Spontanität 

Z

Zahlenspiel

Material:

  • kein Material erforderlich 

Beschreibung:

Die Zahlenreihe von 1 bis x Teilnehmern soll nacheinander gesprochen werden. Dabei nennt ein Teilnehmer ohne Aufforderung die Zahl 1; ein beliebiger zweiter Teilnehmer die Zahl 2; ein beliebiger dritter Teilnehmer die Zahl 3 usw. Ziel ist es, die Zahlen nacheinander zu sprechen, ohne das Teilnehmer dies gleichzeitig tun. Geschieht dies jedoch, wird wieder von vorne begonnen.  

 

Ziele:

  • Erweitern der Wahrnehmung für Andere
  • Zuhören lernen